Zusammenspiel zwischen Herausforderungen und Fähigkeiten –
Teil II – Der Routinekanal

Ausgehend von einem einmal erreichten Schnittpunkt (x1), siehe Darstellung, von Herausforderungen und Fähigkeiten suchen viele Menschen bei sich selbst Aufgaben mit der Absicht Risiken zu vermeiden, die sie mit ihren Fähigkeiten gut bewältigen können. Anfangs werden sie möglichst viel Steuerung und Kontrolle in das Arbeitsleben bringen.

Sind ausgeprägte Fähigkeiten vorhanden und werden keine grösseren Herausforderung gesucht, bewegt sich der Mitarbeitende im Sektor der Kontrolle und Steuerung. Er ist sich sicher und hat alles im Griff. Mit der Zeit wird die Bewältigung der Aufgabe immer routinierter und eines Tages kann er die Arbeit «mit links – ohne Probleme» bewältigen.

Das
erreichte Gefühl der Sicherheit hat einen hohen Preis. Die glücklichen Momente
von neuen Erfahrungen (Flow) sind in diesem Bereich nicht mehr möglich. Ohne
neue Reize zu erzeugen kann dies zu einer Grundhaltung, zu einem Dauerzustand
des Erfüllens von blossen Anforderungen kommen. Es erfolgt das Abrutschen in
das fatale Feld der Langeweile und von dort ist es nicht mehr weit zum Zustand
der Apathie.

Warum ist Flow wichtig
Eine destruktive Einstellung lautet: Sie sollten versuchen, mit möglichst wenig Anstrengung durchzukommen, Arbeitsschritte abkürzen, die Schuld anderen zuschieben, krank «spielen», Vorteile ausnutzen – das gilt bei vielen Personen als schlau. Allerdings schlägt diese Tour wie ein Bumerang zurück auf diejenigen, welche diesen Weg eingeschlagen haben

Mitarbeitende, die ihre Bemühungen auf einem minimalen Stand halten, bringen sich erstens selbst um die Chance, Flow in ihrer Arbeit zu finden und sind in Gefahr in Langeweile, Apathie zu verfallen, nicht befördert zu werden, keine Lohnerhöhung zu erhalten oder am Ende, als Opfer sich einer selbst erfüllenden Vorhersage, denn angesichts dieser Arbeitseinstellung wird niemand befördert. Am Schluss – gekündigt!

Selbstreflexion
Drucken Sie das Bild «Flow – Zusammenspiel von Fähigkeiten und Herausforderungen» aus und beginnen Sie damit, Ihr Aufgabengebiet in die verschiedenen Felder aufzuteilen. Erkennen Sie bei Ihrer Selbstreflexion, dass sich keine Aufgabe im Flow-Bereich befindet und dass Ihre Aufgaben langsam in den röteren Bereichen liegen, dann sollten Sie etwas ändern und ein Coaching in Betracht ziehen.

Eine Neuorientierung oder
das blosse Erkennen von Flow-Möglichkeiten in Ihrer aktuellen Tätigkeit sind in
diesem Coaching das Ziel. Die erste Hürde im Coaching wird sein, dass Sie trotz
sehr eng gesteckten Zielen wahrnehmen und Sie dennoch einen Spielraum finden,
um das Flow-Erlebnis zu erhalten. Gemeinsam werden Ihre Ziele in Unterziele auf
gesplittet, damit Sie den Weg ins Ziel erreichen können.

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Teil III – Der Frustrationskanal

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